StoryDay#19

Neues. Digitales. Erzählen.

Wann? 8. Februar 2019, 9–18 Uhr

Wo? Beim SPIEGEL in Hamburg

Die Zeiten sind gol­den für digi­talen Jour­na­lis­mus: Die Recher­che­quel­len und tech­ni­schen Mög­lich­keiten sind groß wie nie, Geschich­ten lassen sich in Mul­ti­media-Repor­tagen, in Data-Storys, mit Kamera-Droh­nen, in der vir­tuel­len Welt von VR und AR erzäh­len. Längst gehö­ren viele dieser neuen For­men zum Reper­toire des moder­nen Jour­na­lis­mus. Doch es gibt noch immer viele offene Fragen:

Was macht eine gute Visual Story aus?

#sdy19

Wie erzähle ich eine journalistische Geschichte in Virtual Reality, ohne die User zu verlieren?

Wie finde ich die beste Art, meine Datenrecherche zu visualisieren?

Sind die User bereit, für Multimedia- und Daten-Specials zu zahlen?

Und was sind die erzählerischen Techniken von morgen?

Beim StoryDay#19 geht es genau um diese Fra­gen: In Work­shops prä­sen­tie­ren Multi­media- und Daten­jour­nalis­ten aus den füh­renden Redak­tionen Deutsch­lands ihre besten Projekte – und Wissen­schaft­ler berich­ten von ihren Experi­menten in der Jour­na­lis­mus- und Wir­kungs­for­schung. Evi­denz­ba­sier­tes Wis­sen to go, für den Redak­tions­all­tag, für die nächste Recher­che, für das nächste Semi­nar. Und ein Update in digi­talem Erzählen.

Eine Konferenz für: Daten­jour­na­listen, Multi­media-Jour­na­listen, Medien­wis­sen­schaft­ler und Studenten, die neue Ideen und Inspi­ration suchen.

So war der StoryDay#19

Video: Sabrina Leretz

Speaker & Moderatoren

Alicia Parlapiano is a graphics editor in the Washington, D.C. bureau of The New York Times. She reports, designs, writes, produces and edits print and online graphics, focusing on politics and policy coverage. Before joining the Times in 2011, she worked at The Washington Post, where she produced and coordinated graphics for the business and foreign desks. She studied jour­nal­ism and visual communi­cation at Univer­sity of North Carolina.

Judd Slivka is the Director of Aerial Jour­nal­ism at the Reynolds Journalism Institute and runs the Missouri Drone Jour­nal­ism program at the University of Missouri School of Jour­nal­ism. He frequently speaks about drone techno­logies and the conflict between air­space rights and property rights. He also is an assis­tant professor of conver­gence jour­nal­ism at the University of Missouri, where he teaches audio, video, repor­ting and photo­graphy. He has worked at news­papers in Arkansas, Washington and Arizona and acciden­tally at a TV station in Arizona. 

Christiane
Wittenbecher
gehört zu den führenden und erfahrensten VR-Story­tellern Deutsch­lands. Gemeinsam mit dem Team von IntoVR kreiert sie Virtual-Reality- und 360°-Erlebnisse aus der ganzen Welt. So bringt sie Zuschauer beispiels­weise zu Pesh­merga-Kämpfern in den Irak, ins Konflikt­gebiet in die Ost­ukraine, unter Tage ins Stein­kohle­berg­werk oder in das größte Flücht­lings­camp der Erde. Mit dem IntoVR-Team ist sie mehrfach aus­gezeich­net, u.a. mit dem Deut­schen Repor­ter­preis 2017 und dem Photo­kina Motion Picture Award. Das Team ist außer­dem unter den Jour­na­lis­ten des Jahres 2017 und hat für Medien­häuser, Bildungs­ein­rich­tungen, NGOs und Unter­nehmen mehr als 150 VR-Stories in 360° produziert.

Foto: Maria Menzel

Christian Neeb Jahrgang 1983. Studierte Literatur- und Medien­wissen­schaften und Geschichte an der Uni­ver­sität Siegen. Ab 2009 Volontär des Video­spiel­kultur­magazins GEE in Hamburg. Ab 2011 Redak­teur. Daneben freie Mitar­beit bei VIEW und als Kolumnist für Yuno. Ab 2012 Redak­teur des SWR-Magazins Reload. Ab 2015 freier Redak­teur und Autor in den Ressorts einestages und Netzwelt von SPIEGEL ONLINE. Seit Juni 2016 Redak­teur im Ressort Panorama. Seit Juni 2017 stell­ver­tretender Projekt­leiter des Snap­chat-Teams, seit Oktober 2018 Projekt­leiter.

Jakob Vicari Dr. Jakob Vicari ist Wis­sen­schafts­journa­list und Free­lance Creative Tech­no­logist. Er schreibt für Magazine und Tages­zeitungen. Sein Arbeits­schwer­punkt liegt im Journa­lis­mus der Dinge: Für den WDR produ­zierte er das Sen­sor­journa­lis­mus-Projekt „Super­kühe“, das mit dem Ernst-Schnei­der-Preis 2018 in der Kategorie Inno­vation ausge­zeich­net wurde. Gerade hat er den Proto­typen eines smarten Nach­richten­möbels gebaut. Mit dem Start-up tactile.news ent­wickelt er journa­listische Formate für ver­netzte Spiel­zeuge. Er ist Fellow des Kompe­tenz­zen­trums Kultur- und Kreativ­wirt­schaft des Bundes.
riffreporter.de

Foto: Heinrich Holtgreve
Styling: Ines Könitz

Stephanie
Grubenmann
Dr. Stephanie Gruben­mann forscht und unter­richtet an der Zürcher Hoch­schule der Künste (ZHdK) in der Fach­richtung Cast / Audio­visual Media. In ihrer Forschung und in ange­wandten Projekten befasst sie sich mit digi­talem Story­telling im Journa­lis­mus und der Kultur. Ein aktueller Fokus liegt dabei auf 360°-Video, Virtual Reality und Story­living. 

Christoph
Neuberger
Prof. Dr. Christoph Neuberger lehrt seit 2011 an der LMU München. Er studierte an der Katho­lischen Uni­versi­tät Eich­stätt Journa­listik (Diplom), Politik­wissen­schaft, Sozio­logie und Philo­sophie. Am dortigen Journa­listik-Studien­gang war er von 1990 bis 2001 wissen­schaft­licher Mit­ar­beiter und Assis­tent. Er promo­vierte 1995 und habi­li­tierte sich 2001 in Eich­stätt. 2001/02 ver­trat er eine Professur für Journa­listik an der Uni­versi­tät Leipzig. Von 2002 bis 2011 war er Professor am Insti­tut für Kommu­nika­tions­wissen­schaft der West­fäli­schen Wilhelms-Uni­versi­tät Münster. Seit 2017 ist er Mit­glied der Bayer­ischen Aka­demie der Wis­sen­schaften, seit 2018 Mit­glied der Deutschen Aka­demie der Tech­nik­wis­sen­schaf­ten (acatech). For­schungs­schwer­punkte: Journa­lis­mus- und Öffent­lich­keits­theorie, Öffent­lich­keit und Journa­lis­mus im Internet (Aktivi­täten von Presse und Rund­funk im Inter­net, Such­ma­schinen, parti­zipa­tive Inter­net­for­mate), Medien­quali­tät und Medien­regu­lierung.

Cornelia Wolf Dr. Cornelia Wolf, Jahrgang 1982, ist seit 2014 Junior­professorin für Online-Kommu­nikation am Institut für Kommu­nikations- und Medien­wissen­schaft der Univer­sität Leipzig. 2018 wurde sie dort zur außer­plan­mäßigen Professorin ernannt. Ihre For­schung fokus­siert cross­mediale, digitale und mobile Strate­gien von Orga­nisa­tionen, Innova­tions- und Akzep­tanz­kommu­nikation sowie den Medien­wan­del und die Institu­tionali­sierung digi­taler Medien. Sie hat Diplom-Journa­listik und Kommu­nikations­wissen­schaft an der Katho­lischen Univer­sität Eich­stätt-Ingol­stadt studiert.

Wiebke Loosen Prof. Dr. Wiebke Loosen ist Senior Researcher am Leibniz-Insti­tut für Medien­for­schung | Hans-Bredow-Institut und Profes­sorin an der Uni­versi­tät Hamburg. In ihrer aktuellen For­schung beschäf­tigt sie sich mit Data­fizierung und Jour­na­lis­mus, der sich wan­deln­den Jour­na­lis­mus-/Publi­kum-Beziehung, Formen von Pionier­jour­na­lis­mus und der sich ent­wickelnden Start­up-Kultur im Journa­lis­mus. Darüber hinaus arbeitet sie in inter­diszi­plinären Projekten, in denen Journa­lis­mus­forschung und Infor­matik zusammen­kommen. 

Julius Tröger ist Head of Visual Journa­lism bei ZEIT ONLINE. Er ist dort zuständig für visu­elle Story­tel­ling-Formate, inter­aktive Karten und Grafiken sowie experi­men­telle Dar­stel­lungs­formen. Zuvor leitete er das Inter­aktiv-Team der Ber­liner Morgen­post. Er wurde unter anderem ausge­zeich­net mit dem „Malofiej Best of Show Award“ (2018), dem „Online Journa­lism Award“ (2017), dem „Data Journa­lism Award“ (2017, 2015), dem „Grimme Online Award“ (2016), dem „Nannen-Preis“ (2016), dem „Deutschen Reporter­preis“ (2015, 2014) und als „Journa­list des Jahres“ in der Kategorie „Reporter regional“ (2014).

Elisabeth Gamperl entwickelt bei der Süd­deut­schen Zeitung digi­tales Erzählen weiter. Sie gestal­tete die digi­tale Umsetzung der Implant Files mit, war Mit­glied des Para­dise-Papers-Recher­che­teams und des Panama-Papers-Digital­teams. Im Zuge ihres zwei­jährigen SZ-Volon­tariats war sie im Daten­team der briti­schen Tages­zei­tung The Guardian in London. Sie lebte davor in Wien und war dort Redak­tions­mit­glied der Neuen Zürcher Zeitung Öster­reich – dem ehe­maligen Online­ableger der Schwei­zer NZZ-Medien­gruppe und arbei­tete unter anderem für die Recher­che­platt­form Dossier. Studiert hat sie Kultur- und Sozial­anthro­po­logie.

Foto: Jessy Asmus

Jens Radü Jahrgang 1979, Kind des Ruhr­gebiets. Studium der Journa­listik und Politik­wissen­schaften in Dort­mund und Kaunas/Litauen, Volon­tariat beim West­deutschen Rund­funk. 2006 hat er das Multi­media-Ressort bei SPIEGEL ONLINE aufge­baut. Inzwischen leitet er das integrierte Multi­media- & Grafik-Team beim SPIEGEL, das Videos, inter­aktive Specials und Multi­media-Repor­tagen für die digitale Ausgabe produ­ziert, darunter die wöchent­liche Visual Story. Er ist Jury-Mit­glied beim KAUSA-Medien­preis, Trainer und Dozent unter anderem bei der Akademie für Publi­zistik/Hamburg und beim ifp/München und engagiert sich im europäischen Journa­listen-Netz­werk innovamedia.

Foto: Lorenz Kiefer

Christian Stöcker Jahrgang 1973, leitet an der HAW Hamburg den Master-Studie­ngang „Digitale Kommu­ni­kation“ und mehrere For­schungs­projekte. Zuvor arbei­tete er über 11 Jahre in der Redak­tion von SPIEGEL ONLINE, zunächst als Redakteur in den Ressorts Wissen­schaft und Netz­welt, seit Anfang 2011 als Leiter des Ressorts Netz­welt. Stöcker ist Diplom­psycho­loge und an der Bayerischen Theater­aka­demie ausge­bildeter Kultur­kritiker, 2003 promovierte er in Würz­burg in kognitiver Psycho­logie. 2011 erschien sein Buch „Nerd Attack! Eine Geschichte der digi­talen Welt vom C64 bis zu Twitter und Face­book“, das in die Schrif­ten­reihe der Bundes­zen­trale für politische Bildung aufge­nommen wurde, im Februar 2012 das gemein­sam mit Ole Reißmann und Konrad Lischka verfasste „We Are Anonymous - die Maske des Protests“. Stöcker lehrt, hält Vor­träge und mode­riert. Er ist Mitglied der Jury des Deut­schen Compu­ter­spiel­preises. Im Sep­tember 2010 wurde er von der Deutschen Gesell­schaft für Psycho­logie mit deren alle zwei Jahre verge­benen Preis für Wissen­schafts­publi­zistik ausge­zeichnet. Seit Oktober 2016 erscheint bei SPIEGEL ONLINE jeden Sonntag seine Kolumne „Der Rationalist“.

Patrick Stotz Jahrgang 1982, studierte Stadt­planung und war von 2009-2014 an der HafenCity Univer­sität Hamburg als wissen­schaft­licher Mitar­beiter tätig. Beschäf­tigte sich ab 2012 frei­beruf­lich mit der Analyse räum­licher Daten sowie inter­aktiven Visua­lisie­rungen. Seit Juli 2015 Redak­teur im Daten­journa­lis­mus-Teams von SPIEGEL ONLINE.

Christoph
Winterbach
Jahr­gang 1989, studierte Medien- und Poli­tik­wis­sen­schaf­ten in Düssel­dorf und Kali­fornien und ab­sol­vierte die Henri-Nannen-Schule. Als Mit­glied des SPON-Daten­teams Teil der Foot­ball-Leaks-Recher­chen. Seit Sommer 2017 Sport­re­dak­teur beim SPIEGEL.

Foto: Christian O. Bruch / laif

Oliver Schröm ist Chef­redak­teur von CORRECTIV und einer der Initia­toren der CumEx Files. Er ist Autor von zehn Ent­hüllungs­büchern, darunter Best­seller über Geheim­dienst-, Politik- und Medizin­skandale. 2010 gründete er das Inves­tiga­tiv-Team des stern und leitete es bis zu seinem Wechsel zum ARD-Maga­zin Pano­rama. Im stern berichtete er 2014 erstmals über Cum-Ex-Geschäfte deutscher Anleger und Banken. Bei Pano­rama enthüllte er mit Kollegen, welches Aus­maß die Cum-Ex-Deals in Deutsch­land ange­nommen hatten. Seine viel­fach ausge­zeichne­ten Recherchen und wachsende Doku­menten­sammlung bilde­ten die Grund­lage für die Cumex Files.

Matthias Kuhr Dipl.-Ing. (FH) Matthias Kuhr baute das Game­city­Lab Hamburg an der Hoch­schule für Ange­wandte Wissen­schaften (HAW) auf und unter­stützte später die Studie­renden des Games-Master M.A.-Studien­gangs als Wissen­schaft­licher Mitar­beiter im Bereich der Spiel­ent­wicklung, Motion Capture, Reality Capture, 3D-Modeling und Animation. Er forschte parallel an der Nutzung von Augmen­ted Reality und Virtual Reality für eine bessere Kommu­nikation in komplexen Planungs­prozes­sen und der Echt­zeit­visuali­sierung mit Game-Engines. Matthias leitete das Digi­tale Speicher­stadt VR Projekt an der HAW und unter­stützte die Einfüh­rung des neuen Studien­gangs Digital Reality M.Sc. und des For­schungs- und Trans­fer­zen­trums Digital Reality der HAW. Zusätzlich engagiert sich Matthias ehren­amtlich im Vorstand des Vereins nextReality.Hamburg e.V. im Bereich Forschung, Bildung und Transfer. 

Katharina
Zingerle
Katharina Zingerle hat Publi­zistik und Journa­listik in Wien und Ham­burg stu­diert sowie eine Sprecher­ausbildung gemacht. Über fünf Jahre lang leitete sie ihre eigene Schau­spiel­agen­tur, sie moderiert Ver­anstal­tungen und kom­men­tiert Events wie den ESC und Olympia in ARD und ZDF live für Blinde und Seh­behin­derte. Als Stipen­diatin des Google News Lab Fellow­ship ent­wickelte sie für Der Standard in Wien neue Video­formate und ab­sol­vierte ihr Vo­lon­tariat mit Schwer­punkt Video zuerst bei der digi­talen Abend­zeitung SPIEGEL DAILY, dann bei SPIEGEL ONLINE.

Foto: Anya Zuchold

David Ohrndorf
& Stefan Domke
David Ohrn­dorf hat 2004 beim WDR volon­tiert und ist Journa­list. In der WDR VR Task­force kümmert er sich oft um die Ver­bindung von Inhalt und neuer Technik. Sein erstes 360°-Video hat er 2010 zusam­men mit Stefan Domke produ­ziert, danach aber erst einmal fünf Jahre Pause gemacht - die Technik war noch nicht soweit. Für das VR-Projekt „Der Kölner Dom - wie ihr ihn noch nicht erlebt habt“ hat er 2017 den Grimme Online Award erhal­ten. 2018 hat er zusam­men mit Stefan Domke das Projekt „WDR VR Bergwerk“ reali­siert. Neben VR kümmert er sich im WDR um das Story­telling-Tool Page­flow, das Projekt WDR Digit und um Social-Media-Projekte.

Stefan Domke Studium in Duis­burg, journa­listi­sche Aus­bildung an der Deutschen Hör­funk­aka­demie (DHA) in Dort­mund. Seit 17 Jahren ist er als Freier Journa­list, Format­entwickler und Projekt­leiter über­wiegend für den WDR tätig. Zusammen mit David Ohrn­dorf leitet er die VR Task Force des WDR, die sich beratend und evalu­ierend mit den Themen 360° und Virtual Reality aus­einander­setzt. 2016 gewann er mit dem WDR Projekt dom360.wdr.de einen Grimme Online Award. Sein aktuelles VR-Projekt „WDR VR Berg­werk“ feierte 2018 auf der SXSW in Austin/Texas Premiere. Noch immer schlägt sein Herz schlägt für analoge Amateur-Fotos (digit.wdr.de) und für multi­mediale Geschichten (Story­telling­tool Page­flow). 

Thorsten Quandt ist seit 2012 Profes­sor für Kommu­nika­tions­wissen­schaft mit dem Schwer­punkt Online-Kommu­nikation an der West­fälischen Wilhelms-Uni­versi­tät Münster. Seine Arbeits­schwer­punkte liegen in den Bereichen Online-Journa­lis­mus, Dys­funk­tio­nale Formen der Medien­nutzung sowie Digitale Spiele. Quandt ist Co-Autor von „Partici­patory Journalism“ (Wiley-Blackwell), einer der zen­tralen Arbeiten zu nutzer­gene­rierten Inhalten im Journa­lis­mus. Zu Quandts weiteren Stationen gehören u.a. die Uni­versi­tät Hohen­heim (Lehr­stuhl, 2009-2012), die FU Berlin (Junior-Profes­sur, 2007-2008) und die LMU München (Mit­arbeiter/Wiss. Assistent, 2003-2007). Im Jahr 2018 war er als Gast­profes­sor am Oxford Inter­net Institute und der Stan­ford Uni­versity tätig.

Nyasha Busse Als Projekt­managerin bei nextMedia.Ham­burg ist Nyasha Busse mit dem Netz­werken und Konzi­pieren von Ange­boten rund um die Themen Medien-Inno­va­tion, Con­tent-Kreation und Media Worker betraut. Sie behält Inno­va­tionen im Medien­bereich im Blick und schafft sinn­volle Ver­bindungen zwischen ver­schie­denen Akteu­ren der Branche. Nyasha Busse hat an der Uni­versi­tät Ham­burg Sozial­öko­nomie mit dem Schwer­punkt Public und Non-Profit Manage­ment sowie Inter­national Media and Enter­tain­ment Manage­ment in Den Haag studiert. Bevor sie zu nextMedia.Ham­burg stieß, war Nyasha Busse in Ham­burger Werbe­agen­turen tätig. Als krea­tiver Kopf ist sie außer­dem in der lokalen Musik- und Künstler­szene aktiv.

Carsten Brandt ist Diplom-Chemiker, 45 Jahre alt. Aero­drome Inspector und Dienst­stellen­leiter der Luft­aufsicht am Flug­hafen Hamburg, seit 2014 bei der Behörde für Wirt­schaft, Verkehr und Inno­vation, zustän­dig auch für über­ört­liche Luft­aufsicht sowie Son­der­erlaub­nisse (für UAS, Außen­starts- und Landungen, Tief­flüge etc.) in Hamburg.

Wibke Weber Wibke Weber, Dr. phil., studierte Germa­nistik, Theater-, Film- und Fern­seh­wis­sen­schaf­ten und Roma­nistik an der Goethe-Uni­versi­tät in Frank­furt am Main und an der Uni­versi­tät zu Köln. Sie promo­vierte über das Hör­spiel. Von 2001 bis 2013 war sie Profes­sorin im Studien­gang Infor­mations­design an der Hoch­schule der Medien (HdM), Stuttgart. Seit 2014 ist sie Profes­sorin für Medien­linguistik am IAM Institut für Ange­wandte Medien­wis­sen­schaft der Zürcher Hoch­schule für Ange­wandte Wis­sen­schaf­ten (ZHAW). Arbeits­schwer­punkte: Bild­semiotik, Daten­visuali­sierung, Info­grafiken, visuelles Story­telling, digi­taler Journa­lismus und Augmented / Virtual Reality. Sie ist Heraus­geberin und Ko-Autorin des Standard­werks „Kompendium Infor­mations­design“ (Springer 2008) und des Buches „Inter­aktive Info­grafiken“ (Springer 2013). Vor ihrer aka­demischen Tätig­keit arbeitete sie als Journa­listin beim öffent­lich-recht­lichen Rund­funk und bei Hubert Burda Media.

Thomas
Reinecke
ist 1960 geboren und hat Geo­graphie und Sozio­logie studiert. Seinen ersten Presse­aus­weis erhielt er bereits mit 21 Jahren – erst als Foto­repor­ter und Recher­cheur, dann als Kamera­mann und Film­produ­zent. Seit 12 Jahren ist er bereits mit Drohnen ver­traut, als Kon­struk­teur und Pilot.

Konferenz­programm

9.00 Uhr

Empfang & Check-In

9.45 Uhr

Keynote

Charts I won’t forget

A look at what makes some data stories so memorable.

Die Keynote wird auf Englisch gehalten.

Alicia Parlapiano, New York Times

10.30 Uhr

Workshop 1.1

Datenvisuals: Mehr als schön und bunt

Wenn aus der tage- oder wochen­langen Daten-Recherche schließ­lich inter­aktive Grafiken und Tools fließen, ist das ein ent­schei­dender Moment: Werden die User das ver­stehen? Werden sie es nutzen? Und wird es ihnen gefallen? Daten­journalisten müssen abwägen, wie viel Inter­aktivität sie sich leisten wollen – und ob optische Reduk­tion oder Opulenz der richtige Weg ist.

Ein Workshop mit best practice und neuesten Erkennt­nissen aus der Medien­forschung über Daten­visuals.

Julius Tröger, ZEIT ONLINE
Patrick Stotz, SPIEGEL ONLINE
Wibke Weber, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Moderation: Judith Horchert

10.30 Uhr

Workshop 1.2

Storytelling auf Instagram & Snapchat:
Wir sind die Neuen!

Die Generation der heute 16-jährigen er­reicht man nicht über Print­maga­zine und auch nur be­dingt über Web­sites oder Face­book: Foto­getrie­bene soziale Medien wie Snap­chat und Insta­gram sind der Ver­gewis­serungs- und Infor­mations­ort ge­wor­den. Wie sollten sich Medien­marken und Jour­na­lis­ten dort prä­sen­tie­ren? Wie funk­tio­niert Story­tel­ling, wenn man mit Justin Bieber oder Selena Gomez konkur­riert? Und was sagt das über den neuen Medien­markt aus?

Ein Workshop mit best practice und den neuesten Erkennt­nissen aus der Journalis­mus­forschung zu sozialen Medien.

Christian Neeb, Snapchat‑Team SPIEGEL ONLINE
Christoph Neuberger, LMU München

Moderation: Sonja Peteranderl

10.30 Uhr

Workshop 1.3

Drohnenjournalismus: Was bringt der Blick von oben?

Drohnen sind für viele Multi­media-Journa­listen und Foto­grafen zum unver­zicht­baren Werk­zeug gewor­den: Neue Perspek­tiven bereichern Storys und Auf­nahmen, ein biss­chen Holly­wood ist so plötzlich auch in der Lokal­redak­tion möglich. Aber wo sind die recht­lichen Grenzen? Was muss man hand­werk­lich wis­sen? Und wie lassen sich Drohnen erzäh­lerisch am Besten einsetzen?

Der Workshop wird teilweise auf Englisch gehalten.

Judd Slivka, Missouri School of Journalism
Thomas Reinecke, Drohnen-Pilot
Carsten Brandt, Aerodrome Inspector

Moderation: Christian Stöcker

10.30 Uhr

Im StoryCafé

Repair-Café

Du hast nichts als Daten­salat? Oder ein Multi­media-Kon­zept, das nicht zünden will? Im Repair-Café helfen Dir erfahrene Coder, Daten­jour­na­listen und Multi­media-Reporter bei Technik, Drama­turgie und Hand­werk – um so das Beste aus Deiner Story heraus­zuholen.

12.15 Uhr

Workshop 2.1

Virtual Reality: Wie man Geschichten in VR erzählt

Die VR-Brille ist inzwi­schen nicht mehr nur bei Gamern beliebt, sie kommt im Mas­sen­markt an: Im Jour­na­lis­mus aller­dings gibt es nur wenige Redak­tionen, die VR-Storys produ­zieren – oder zumindest regel­mäßig 360°-Videos anbieten. Dabei sind die erzäh­lerischen Möglich­keiten enorm: User tauchen voll­ständig in eine am Computer kreierte Welt ein, mehr Immer­sivi­tät geht nicht. Aber was kommt nach dem ersten Gefühl der media­len Über­wältigung? Wie lässt sich in VR eine jour­na­lis­tische Story ent­falten, bei der die User der Drama­turgie folgen? Wie lenkt man die Auf­merk­samkeit?

Ein Workshop mit best practice und neuesten Erkennt­nissen aus der Medien­forschung zu VR.

Christiane Wittenbecher, intoVR
Stephanie Grubenmann, Zürcher Hochschule der Künste

Moderation: Olaf Heuser

12.15 Uhr

Workshop 2.2

Sensor-Journalismus: Eine Story in Daten

„Vernetzte Tech­nologie kann Journa­lis­mus besser machen“, sagt Wis­sens­chafts­jour­na­list Jakob Vicari, „Warum tut das nie­mand?“ So ganz stimmt das nicht: Vicaris Projekte wie die „Super­kühe“ zeigen, dass Sensor­journa­lis­mus schon heute An­wen­dungen findet, die in die Big-Data-Zu­kunft des Journa­lis­mus blicken lassen. Was davon ist noch Jour­na­lis­mus, was IT? Wie werden aus Daten­haufen Geschich­ten? Und wie blickt die Jour­na­lis­mus-For­schung auf diese neue Form des Daten­journa­lismus?

Ein Workshop mit best practice und neues­ten Erkennt­nissen aus der Medien­forschung zu Sensor­journa­lismus.

Jakob Vicari, Wissenschaftsjournalist
Wiebke Loosen, Hans‑Bredow‑Institut

Moderation: Christina Elmer

12.15 Uhr

Workshop 2.3

Experiment: Werden Multi­media-Storys überhaupt genutzt? Von wem, wie und warum?

Multimedia-Geschichten zu produ­zieren ist aufwändig: Sie kosten Geld für Recherchen, Drehs und Program­mierung. Zeit für die Kon­zep­tion, Drama­turgie und Produk­tion. Und oft auch Nerven. Lohnt sich der Auf­wand? Wie nutzen die User solche Storys? Und lässt sich daraus ablei­ten, was eine gute Mul­ti­media-Geschichte ausmacht?

Ein Workshop mit neuesten Ergeb­nissen aus der Medien­forschung zu mul­ti­medialem Erzählen.

Jens Radü, DER SPIEGEL
Cornelia Wolf, Universität Leipzig

Moderation: Katharina Zingerle

12.15 Uhr

Im StoryCafé

VR-Kino & Drohnen Freeflight

Du willst selbst erleben, wie Story­telling in der virtuellen Realität funk­tio­niert? Im VR-Kino haben wir die besten journa­listischen Bei­spiele gesammelt. Tauch ein!

Und wenn Du lieber mit Drohnen fliegen willst: Lass sie steigen und drehe eine Mini-Reportage.

14–15 Uhr

Mittagessen in der SPIEGEL-Kantine und Binärkickern

15.00 Uhr

Workshop 3.1

AR und VR: Vom Experiment zum Geschäftsmodell

Im Rahmen des Proto­typing Labs arbeiten Hoch­schulen, Wirt­schafts- und Medien­unter­neh­men in Ham­burg zusam­men, um die Mög­lich­keiten von Virtual- und Augmen­ted Reality aus­zu­loten. Was sind die besten Strate­gien, um aus Tech­nologie Jour­na­lis­mus zu machen? Und wie lässt sich daraus eine Markt­idee entwickeln?

Ein Workshop mit den Ergeb­nissen des Proto­typing Labs und neuesten Erkennt­nissen aus der Medien­forschung zu VR und AR.

Matthias Kuhr, nextReality.Hamburg e.V.
Nyasha Busse, nextMedia.Hamburg

15.00 Uhr

Workshop 3.2

Panama, Football oder Cum‑Ex:
Das größte Datenleak aller Zeiten...

Geht es um Leaks, sind Super­lative schnell gefunden: Mehr Daten als je zuvor, das größte inter­nationale Team von Redak­tionen, der tief­gehendste Blick hinter die Kulissen einer Branche. Aber wie lassen sich aus Tera­bytes an Daten Geschich­ten erzählen, die die Menschen packen? Wie gelingt die Insze­nierung des Leaks zwischen Rekord­jagd und journa­listischer Sorg­falt? Und wie erreicht man damit das Publikum?

Elisabeth Gamperl, Süddeutsche Zeitung
Christoph Winterbach, DER SPIEGEL
Oliver Schröm, Correctiv

Moderation: Christina Rann

15.00 Uhr

Workshop 3.3

Pageflow, Wordpress oder CMS:
Was ist das beste Storytelling-Tool?

Die Kombination von Text, Video, Audio, Grafiken und Fotos ist die Basis für mul­ti­mediales Erzählen. Doch viele Content-Manage­ment-Systeme in den Redak­tionen sind nicht aus­gelegt für aufwändige Mul­ti­media-Storys. Statt­dessen nutzen viele Journa­listen Tools wie Pageflow oder WordPress, um ihre Geschich­ten zu verwirk­lichen. Ist das die bessere Stra­te­gie? Und was sind die neusten Trends auf dem Markt?

Wolfgang Jaschensky, Süddeutsche Zeitung
Stefan Domke, Westdeutscher Rundfunk/Pageflow
David Ohrndorf, Westdeutscher Rundfunk/Pageflow

Moderation: Christina Pohl

15.00 Uhr

Im StoryCafé

Pitch-Pit

Du hast eine Idee für eine Mul­ti­media-Story? In der Pitch-Pit findest Du Redak­teure und Ent­scheider, die Du von Deinem Kon­zept über­zeugen kannst – und Deine Story wird verwirklicht.

17.00 Uhr

Abschlusspanel: Herz über Kopf?

Sind emotionaler Mul­ti­media­journa­lis­mus und nüch­terner Daten­jour­na­lis­mus Gegen­sätze? Oder perfekte Partner?

Christian Stöcker, HAW Hamburg
Thorsten Quandt, Universität Münster
Lorenz Matzat, algorithmwatch.org
Christina Elmer, SPIEGEL ONLINE
Wiebke Loosen, Hans‑Bredow‑Institut

18.00 Uhr

Get-together im SPIEGEL-Atrium

Mit Fingerfood und Musik von Toulon Remote

Hinweis: Alle Zeiten und Speaker sind vorläufig.